Emmahund

Kategorie: Meine Abenteuer

Da geh ich heute Morgen nichtsahnend und gemütlich in meinem – äh, unserem Garten spazieren.

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Und wen seh ich da plötzlich? AN MEINEM TEICH???

Richtig!

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Den ollen Krümel.
Ja, und WIE der mich angekuckt hat!!
Die Jagdlust hat mich ganz starr gemacht, und ich hab wie wild meine Nackenhaare aufgestellt, um ihm ordentlich zu imponieren.

Das scheint allerdings nicht so dolle gewirkt zu haben, denn plötzlich ist er einfach losgespurtet – Richtung Weinlaube.

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Rauf auf den Zaun – wie nix. Ich kam gar nicht so schnell hinterher.

Leider konnte ich ihm nur noch dumm zuschauen, wie er da oben herumkraxelte. Peinlich, ich weiß …

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Ja, und was tut man dann als Verliererin?
Man macht einmal wütend den wilden Herrmann …

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… dann steckt man es weg, legt sich gemütlich irgendwo anders im Garten hin und tut so, als sei nix gewesen.

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Pöh … :-(

… was ist denn DAS heute Morgen???
Plötzlich alles weiß oder nass in meinem – äh, unserem Garten?

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Da seh ich doch zu, dass ich möglichst schnell wieder ins Haus komme – auch wenn mir dabei die Ohren fliegen …

Vor DIESEM Baum müsst ihr euch in acht nehmen!

“MARONEN-BAUM” nennt die Futterfee den.

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Gut – hier kann man noch nicht so genau sehen, weshalb ich hier jetzt so dolle davor warnen muss. Aber vielleicht könnt ihr diese hellen Kugeln daran erkennen.

So lange sie noch am Baum hängen, kann man sie ja noch für harmlos halten, aber wehe …

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… sie kommen runter!

Ganz fiese, stachelige Dinger sind das!

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Grauenhaft, was?

Neulich bin ich völlig sorg- und ahnungslos unter diesem Baum herumspaziert, hab an der Hecke Ausschau nach meinen Kumpels gehalten, die draußen mit ihren Leuten entlang laufen und geschaut, ob der Krümel oder ein anderer Kater, der hier nix zu suchen hat, mal wieder irgendwo gepinkelt hat.
Ja, und da ist es PASSIERT!
Ein Windstoß, und es piekte fürchterlich auf meinem Rücken.
Vor lauter Schreck konnte ich nur laut quieken, den Schwanz einziehen und machen, dass ich da weg komme …

Jetzt schau ich aus sicherer Entfernung immer erst vorsichtig nach oben …

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… und seh nach, ob da nicht wieder so eine Piek-Bombe auf dem Weg nach unten ist.
Und da man ja nicht wissen kann, ob sie nicht vielleicht doch kommt, wenn ich gerade nicht so richtig aufpasse, schnüffele ich lieber woanders herum …

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… und verzieh mich in ungefährlichere Teile meines … äh, unseres Gartens …

Ist das nicht aufregend? ICH auf der Titelseite der VOGUE???
Wow! …

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*wedelwedel* – Nee, ist natürlich Quatsch.
Sowas kann man selber basteln. Ich fands bei der Elke so toll, und da hab ich es gleich auch mal selber ausprobiert – schau mal HIER.

… – die Fliegenklatsche!

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Sie macht immer so einen lauten Knall, und ich mag es nicht, wenn es laut knallt. Deshalb hab ich auch vor Türen Angst, denn die knallen auch manchmal ganz laut. Frauchen sagt, das kommt vom Wind und vom “Durchzug” (?), den sie hier dauernd macht, damit es im Haus schön kühl bleibt bei dieser Hitze.
Die Hayka hat mich gerade auf das Thema “Fliegenklatsche” gebracht, denn ihr geht es mit diesem Teufelsteil genauso, und bestimmt gibt es eine Menge Hunde-Kumpels, die Fliegenklatschen auch nicht mögen. Ja, da bin ich sicher.

Da lob ich mir doch dieses Ding hier. Das macht die Fliegen auch tot, sagt der Michi-Papa, aber mit Batterien und Strom, und die ist immer gaaaanz leise. Es knistert und funkelt nur ein bisschen, wenn er eine damit erwischt hat.

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Das Einzige, was mich jedes Mal ein bisschen verwirrt, ist die Herumfuchtelei mit diesem Ding. Dann denk ich immer, er will mich damit hauen. Aber Michi und hauen – eigentlich müsste ich es wissen – das passt ÜBERHAUPT nicht zusammen. Frauchen meint, vielleicht muss ich dabei immer an mein früheres Leben auf Lanzarote denken, vielleicht bin ich dort mal gehauen worden. Sie kann sich nicht vorstellen, dass man in der Tötungsstation sehr nett mit mir umgegangen ist. Erinnern kann ich mich daran natürlich nicht mehr, denn ich war damals ja fast noch ein Baby …

Die Fliegen, die hier im Augenblick herumschwirren, finde ich zwar auch total nervig (die kitzeln immer so), aber mir ist am liebsten, wenn ich sie selber fangen kann. Das kann ich nämlich auch. *wedelwedel*

hab ich etwas Seltsames in unserer Sumpfzone am Teich entdeckt.

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Da war doch was …

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Was konnte das nur sein??
Sah aus wie ein fremdes Tier, das da nicht hingehört …

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Ach so – nur ein Stein!
Gestern war er dort noch nicht. Komisch …

Nun ja, da ich das Rätsel nicht lösen konnte, gings erst mal wieder an den Zaun – eine Runde Knutschen mit Chelsey – *wedel*

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Ah – ich hab nach dem Geknutsche dann doch noch mal nachgefragt:
Frauchen meint, der Stein in der Sumpfzone muss wohl von diesem großen Stein herunter ins Wasser gefallen sein.

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Aber wie konnte das nur passiert sein?
ICH war das nicht – ehrlich nicht, ich schwöre …!

Ich hab für mich ein neues Hobby entdeckt: Tauben jagen.

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Keine Ahnung wie ich es geschafft habe, endlich mal eine von denen zu fassen zu kriegen. Jedenfalls hab ich sie eine ganze Weile stolz durch den Garten getragen und aufgepasst, dass mir sie keiner weg nimmt, obwohl Frauchen das gern gemacht hätte, denn die lebte noch. Schließlich töte ich ja keine anderen Tiere – nee, so eine Böse bin ich nicht. Ich wollte nur mit der spielen, aber die hatte – glaube ich – überhaupt keinen Spaß daran.
Ja, und mit ins Haus nehmen durfte ich sie auch nicht …

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Die Futterfee hat so doll mit mir geschimpft dass ich lieber gleich wieder mit ihr rausgelaufen bin.

Irgendwann, als auch ich keine Lust mehr hatte mit ihr zu spielen (war ja langweilig, wenn sie nicht mitspielen wollte) hab ich sie dann auf der Wiese gelassen, und als ich das nächste Mal nach ihr schauen wollte, war sie weg …
Schade – Wuff

Heute Morgen hab ich beschlossen, einfach mal ein bissel die Welt draußen vor meinem eigenen Territorium zu erkunden. Eigentlich hatte ich mich bisher nicht getraut, denn da ist ja ein Drahtzaun vor der Hecke. Doch heute Morgen hab ich entdeckt, dass es da ein Stück Zaun gibt, wo meine Leute zwei niedrigere Drahtstreifen übereinander fest gemacht haben (da ist ihnen wohl beim Zaun-Bauen der höhere Draht ausgegangen …), und als ich ein wenig mit der Schnauze dazwischen herumgewühlt habe, stellte ich fest, dass ich das Ganze so weit auseinander biegen konnte, dass ich da locker hindurch passte.
Wow!
Gleich mal ausprobiert. Ausgiebig auf dem Wiesenstreifen vor unserer Hecke und unserem Haus herumgeschnüffelt

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(Da links durch die Hecke ging es los …)

und wieder mal nach links in die Straße zum Kinder-Spielplatz abgebogen.

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(Mein Revier – innen im Garten – geht bis gaaanz nach hinten, so weit man hier gucken kann.)

Direkt unter unseren Schlafzimmerfenstern vorbei, wo die Futterfee noch in der Kiste lag …

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… vorbei auch an der Einfahrt zu unserer Garage …

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(Hier noch mit Dodo – meiner Vorgängerin. Da war unsere Weinlaube gerade neu …)

Das ist die andere Seite von meinem Revier, und sonst kann ich da ja nur innen im Garten entlang laufen und mit Menschen und anderen Hunden, die da vorbei gehen, etwas herumbellen.
Herrliche Düfte an jedem Baum und an jedem Grashalm, kann ich euch sagen. Düfte von allen Kumpels, die ich sonst von innen aus dem Garten nie so richtig beschnüffeln kann. Endlich konnte ich sie mal genauer inspizieren.
Papa, der heute als Erster aufgestanden ist, mich nach draußen gelassen und sich dann ans Vorbereiten des Frühstücks gemacht hat, hat natürlich nix gemerkt. Der hat gedacht, dass ich draußen im Garten bin und dort nach einem Pipi-Plätzchen suche – wie sonst immer.
Aber plötzlich kam mir die Anke, eine von unseren Nachbarinnen entgegen, und da hab ich mich tierisch gefreut, denn die Anke ist eine gaaaanz Nette!
“Emma, was machst DU denn hier?!”, hat sie mich gefragt.
“Na, mal schauen, was hier draußen so los ist”, hab ich ihr geantwortet, aber ich hatte den Eindruck, sie hat mich nicht verstanden.
“Und wo ist denn dein Halsband?”, hat sie weiter gefragt. “Du hast ja gar kein Halsband um.”
Das hatte Mama mir ausgerechnet heute Morgen im Bett mal abgemacht, weil sie mich am Hals ordentlich kraulen wollte.
“Tja, das liegt bei uns im Schlafzimmer – oben auf dem Nachtschrank”, hab ich ihr erzählt, aber auch das hat sie – glaube ich – nicht verstanden.
Nun ja – das machte auch nix, weil ich der Anke gern gefolgt bin, weil ich sie ja so mag. Und dann ist sie mit mir zusammen zurück zum Papa in unsere Küche gegangen und hat mich dort wieder abgeliefert.
Schade, so war mein Ausflug erst mal wieder zuende.

Als die Futterfee dann endlich angezogen und zu Papa in die Küche gekommen war, hat er ihr gleich alles erzählt, und sie ist 1. sofort nach oben gelaufen, um mein Halsband wieder vom Nachtschrank zu holen und es mir umzubinden. 2. ist sie dann gleich mit mir in den Garten gegangen, um zu schauen, an welcher Stelle ich wohl heraus gekommen sein könnte. Ich bin auch gleich mit ihr hin und hab es ihr gezeigt. Dachte, sie freut sich, weil ich so schlau war.
Hätte ich besser nicht gemacht, denn nun hat sie mit Kabelbinder meinen schönen Ausgang wieder dicht gemacht …

So’n Schiet aber auch … :-(

Ach, die Geschichte mit Tasso hab ich euch ja noch gar nicht erzählt. Na, dann mach ich’s jetzt:

Aaaaalso, als ich klein war und mich hier noch nicht so gut auskannte, als ich auch noch nicht so recht wusste, ob ich meine neuen Leute nun lieb habe oder nicht, hat es mich oft rüber zu den Nachbarn gezogen. Nebenan war nämlich immer viel mehr los als bei uns. Und da es zwischen den beiden Gärten, meinem … äh, unserem und dem von Chelsey, einen Maschendraht-Zaun hinter der Hecke gibt, da der unten auch (noch) nicht richtig fest gemacht war, (weil ja meine Vorgängerin Dodo und Chelseys Vorgänger Jack damit nie ein Problem hatten, wie die Futterfee mir erzählt hat), bin ich auf eine gute Idee gekommen. Ich hab mich einfach ganz platt gemacht – so platt wie es nur eben ging – und bin da drunter her gerobbt. Ratz-Fatz war ich drüben und konnte mit (damals noch) Jack und den Kindern spielen. Ich fand das jedes Mal toll, aber meine Leute und auch die Nachbarn waren davon nicht so begeistert, weil ich ja immer wieder zurück geholt oder gebracht werden musste, denn den Rückweg hab ich allein nie wiedergefunden.

Eines Tages war es mal wieder so weit. Unterm Zaun durch – und drüben war ich. Allerdings war an diesem Tag außer Jack sonst keiner da, doch das wussten der Michi-Papa und die Futterfee nicht, so dass sie mich eine Weile haben gewähren lassen, weil sie gerade anderes zu tun hatten. (Außerdem haben sie auch nicht gleich bemerkt, dass ich mich mal wieder verdrückt hatte.)

Irgendwann haben sie mich dann aber gesucht und gerufen, doch das hab ich nicht mehr mitgekriegt, denn ganz hinten im Nachbargarten war ein Loch im Zaun, durch das ich auch locker hindurch gepasst habe.

Hab dann erst mal die Straße (zum Glück eine, die mit so einer rot-weißen Kette abgesperrt ist und wo keine fremden Autos fahren dürfen) und die anderen Vorgärten beschnüffelt und ausgekundschaftet und bin schließlich am Kinder-Spielplatz gelandet, wo es sich eine Zeit lang herrlich mit den Fußball-Spielern herumtoben ließ. Das wurde mir jedoch nach ein paar Minuten langweilig. Ich wollte wieder nach Hause, wusste aber nicht mehr, wohin ich nun laufen musste. Rechts – links? … Zufällig ging gerade eine Frau mit ihrem Kind vom Spielplatz weg, und ich dachte mir: Gehste mal mit, vielleicht geht die auch nach Hause, da bin ich dann ja richtig.

Die Frau hat mich ein bisschen verwundert angeschaut und auch mit mir gesprochen, aber ich hab nicht verstanden, was sie mir sagen wollte. So bin ich immer weiter neben ihr und ihrem Kind her gelaufen – bis wir bei ihr zuhause waren, das war mir aber ganz fremd. Dort haben sie sich mein Halsband erst mal genau angeschaut, die Tasso-Marke gefunden und bei denen angerufen. Ja, und Tasso hat dann gleich mit meinen Leuten telefoniert. Frauchen hat sich sofort ins Auto gesetzt, ist zu diesem anderen Zuhause gefahren und hat mich da wieder abgeholt.
Manno, das war vielleicht schön, als ich sie plötzlich wiedersah. Die hatte sich auch schon ganz große Sorgen um mich gemacht …

Ich hab euch das erzählt, damit ihr euren Herrchen und Frauchen sagt, dass sie euch unbedingt auch bei Tasso anmelden sollen, denn die sorgen – wie ihr seht – dafür, dass ihr auch nach einem kleinen Ausflug immer schnell wieder bei euch zuhause landet. ;-)

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