Kastration komplett erledigt!

Ach, hätte ich eben fast vergessen:
Das mit der Kastration hab ich seit letzten Freitag-Nachmittag komplett hinter mir. Die Fäden, die hier noch in meiner Narbe am Bauch sitzen, sind nun raus! Endlich darf ich wieder alles machen! Draußen und drinnen wie eine Wilde rennen, mit Willi toben und so weiter … *freu*

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Hab ich vorher zwar auch schon gemacht, aber jetzt müssen unsere Leute sich deshalb keine Sorgen mehr machen: unter Sträuchern oder in der Hecke hindurchkrabbeln und mit Willi verstecken spielen.

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Oder einfach mit ihm ohne diesen blöden Anzug durch die Gegend stromern und …

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… endlich wieder spazierengehen!
Machen wir gleich auch wieder, der Willi mit seinem neuen Geschirr! Damit waren wir gestern schon alle zusammen wählen. Zeigen wir euch demnächst mal, muss SIE aber erst noch fotografieren … *wedel*

Alle im Kaminhäuschen

Wir haben bei uns hinterm Haus noch ein kleines Häuschen. „Kaminhäuschen“ nennen Michi und Ulrike das. Das haben unsere Leute vor ein paar Tagen mal ordentlich aufgeräumt und sauber gemacht. Sie sind da jetzt nämlich öfter drin, weil sie im Haus nicht mehr qualmen wollen, um uns die Luft dort nicht zu verpesten.
Gestern hat Frauchen darin mal wieder ein Feuer gemacht. Weil es ja doch ganz schön kalt geworden ist, hat sie gesagt. Und wirklich, als das Feuer brannte, wurde es darin schön warm!

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Wir, der Willi und ich, wollen ja immer mit, weil wir am liebsten ganz nah bei ihnen sind. Dann lassen sie aber die Tür offen stehen, wenn sie mit diesen komischen Dingern ihren Qualm machen. So – sagen sie – zieht alles schön ab, und wir müssen davon nicht viel einatmen.
Gestern waren wir also alle mal wieder in diesem Häuschen. Gleich nachdem der Michi (eeeendlich!!!) von der Arbeit gekommen war, sind wir da rein …
Logisch, dass ich ihm da ständig auf der Pelle hing, …

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…, und ihm ganz lange die Hand abschleckte.

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Da gestern schon der 4. Tag nach meiner Operation war, hat Ulrike mir dieses blöde Kleid mal ausgelassen. Auch nachdem sie gesehen hat, dass meine Narbe am Bauch gut geschlossen und trocken war. „Normalerweise dürften da keine Keime mehr eindringen können“, hat sie zu Michi gesagt, „in der Nacht zieh ich es ihr aber wieder an.“ „Wir müssen trotzdem gut aufpassen, dass sie sich nicht zu viel an der Narbe leckt“, hat der Michi gesagt, und sie haben auch den ganzen Tag lang aufgepasst, dass ich das nicht mache.

Der Willi war während dieser Zeit bei Ulrike auf dem Sofa. Erst hat er nur geguckt …

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…, dann ist er eingeschlafen.

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So sieht unser Kaminhäuschen aus, nachdem die beiden vor ein paar Tagen darin aufgeräumt und sauber gemacht haben. Das hat SIE gleich danach mal fotografiert.

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Damit ihr wisst, wo wir immer sitzen, wenn wir da drin sind, und wo ich so schön in der Decke auf dem Sofa wühlen und mich darin verstecken kann. Willi und ich sind auf jeden Fall immer gern mit unseren beiden Menschen in diesem kleinen Häuschen … *wedel*

 

Ellis Kastration heute

Mir war ja mulmig dabei, doch es muss bei einem Rüden im Haus einfach sein. Heute morgen um 8 Uhr hatten wir den Kastrations-Termin. Um viertel vor 12 konnte ich die arme Maus wieder abholen.

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Sie gibt keinen Mucks von sich, nur wenn der Willi ihr im Moment zu nah kommt, gibts mal ein kurzes, aber heftiges Keifen.
Ansonsten weiß sie sicher nicht, wie ihr geschieht. Richtig weh tut es vielleicht nicht, denn sie hat Metacam und ein noch stärkeres Schmerzmittel bekommen, aber auch dieses seltsame Ding, was man ihr angezogen hat … Nee, ich glaube, das mag sie nicht.
Außerdem zittert sie viel, und da ich von eigenen OPs weiß, dass man nach Narkosen immer tierisch friert, hat sie noch eine 2. Decke bekommen.

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Damit scheint es zu gehen. Nu ja – einigermaßen.

Während der OP hat man festgestellt, dass bei ihr wieder eine Läufigkeit beginnt. Viel zu früh! Die erste Läufigkeit war doch erst im Juni! Die OP sei trotzdem gut gelungen, sagte die Ärztin.
Bei der Blutuntersuchung vorher hat man einen erhöhten Leberwert festgestellt. Das müssen wir im Auge behalten. Und beim Röntgen zeigten ihre Hüften sich nicht ganz so makellos wie beim Willi, die Knie dagegen stabil und schön. (Wir wollten gern wissen, weshalb sie beim Laufen hinten immer so hoppelt …) Wegen der Hüften fand die Ärztin es in jedem Fall besser, dass sie so klein und leicht ist.
Wachstumsfugen konnte man – ebenfalls anders als beim Willi – bei Elli auf dem Röntgenbild keine mehr sehen. Sie ist also tatsächlich ausgewachsen. Jetzt müssen wir mit dem Futter aufpassen, damit sie nicht zu dick wird!

Aus Erfahrung mit der Kastration von Hündinnen weiß ich, dass die erste Nacht danach überstanden sein muss. Dann wird es ziemlich normal weitergehen. Und wenn in 10 Tagen die Fäden gezogen sind, wird alles schon wieder vergessen sein.

In den Himmel geflogen …

Aufgenommen am 26. August 2017. Da sah man dem Paul schon an, dass es ihm nicht gut ging.

Eben ist unser Paulemann in den Himmel geflogen, und das schon mit nicht mal 7 Jahren!
Ich könnte kotzen!
Das hätten wir NIE für möglich gehalten! Aber es ging einfach nicht mehr, die letzte Nacht war einfach ZU schlimm! Wir haben beide total gelitten. Er wegen seines desolaten Zustands – und ich, weil ich ihm nicht helfen konnte. Einfach nur schrecklich! Denn eigentlich wollten wir ihn ja auf keinen Fall leiden lassen.

Elli hat ihn tot erlebt. Aber nach kurzem Beschnüffeln ging sie schnell zur Tagesordnung über. Das war erst mal positiv. Bin jedoch gespannt, wie es in nächster Zeit mit ihr weitergeht, wenn sie wirklich merkt, dass sie hier auf Dauer allein ist. 🙁

Wenn der Regen heute noch aufhört, werden wir beide erst mal wieder einen längeren, flotten Spaziergang machen. Michi und ich werden uns viel mit ihr beschäftigen müssen …

Machs gut, mein süßes, liebes Paulemännken, und grüß mir die Emma dort drüben! Du warst wirklich ein toller Hund!

Lange wird er wohl nicht mehr leben … :-(

Von Tag zu Tag ist sein Zustand unterschiedlich, so dass die definitive Entscheidung, ihn zu erlösen unheimlich schwer ist. Er scheint jedoch immer häufiger in sich gekehrt, und er frisst zwar noch relativ gern, das war heute Morgen jedoch nicht ganz so. Nur mit langen Zähnen fraß er sein Frühstück eben, ließ auch noch etwas übrig, was man von ihm eigentlich GAR nicht kennt. Das ist – angesichts seiner sonstigen Fressgier – höchst bedenklich! … 🙁

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Ich bin gespannt, wie es gleich beim Spaziergang aussehen wird. Gestern lief er schon sehr langsam.

Quälen wollen wir ihn natürlich nicht, aber den Zeitpunkt tatsächlich zu wählen und zu beschließen, ist so unendlich schwer, so lange er noch gute Momente hat und ab und zu auch noch gern mit Elli spielt und sich sehr für sie interessiert. Sie genießt es immer total, wenn er sie – nach wie vor – ausgiebig abschlabbert …

Tja, die Elli … Ich glaube, sie spürt auch, dass mit Paul etwas nicht stimmt.

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Ich mag mir noch garnicht ausmalen, wie sie Pauls Tod verkraftet – auch wenn sie ihn manchmal ziemlich angiftet. Das gehört wohl dazu, sich von ihm auch abzugrenzen und sich zu behaupten. Sie kennt es aber nicht anders als MIT ihm, und er wird ihr ganz sicher sehr, sehr fehlen.

Da werden wir wohl bald eine Entscheidung treffen müssen, und ich werde den Namen dieses Blog leider wieder ändern müssen. Mir wird ganz übel, wenn ich daran denke … 🙁

Nachtrag:
Eben beim Spaziergang: NOCH langsamer als gestern, so dass wir rasch wieder umkehren mussten, obwohl er sich bei der Ankündigung noch sehr gefreut hat!
Jetzt liegt er draußen auf einem seiner Lieblingsplätze, der Fensterbank, von der er normalerweise gern alles überblickte, was vor unserem Grundstück los ist. Heute scheint er dabei allerdings nicht sehr glücklich … 🙁