1. Nacht überstanden

Ein bissel unruhig haben wir in der letzten Nacht geschlafen. War ja auch alles noch so ungewohnt, und der Willi muss seinen Platz hier erst finden. Auch für Elli war das dann doch erst mal komisch. Ein zwar sympathischer aber doch noch fremder „Mann“ mit Frauchen und mir zusammen im Bett? Hm – ob ich ihm das erlaube?, hat sie wohl gedacht. Jedenfalls wurde er nun erstmals leicht angeknurrt. (Doch das hat sie beim Paulemann auch manchmal gemacht.)

Nach dem Frühstück gings aber erst mal raus in den Garten, …

… und Willi musste sein neues Reich erkunden.
Erst mal an der Hecke zu den Nachbarn entlang.

Dann über die Wiese vorn.
Während beide im Haus schon schön spielen, war die Elli hier draußen doch etwas skeptisch.

Dann gings nach hinten zum Hühnerhäuschen, …

… vorbei an der Holzbude und am Tomatenbeet.

Hops – rauf auf die Bank vorm Kompost und mal geschnüffelt, wo es auch für Paul immer so schön nach Mäuschen roch, …

(Elli musste natürlich dann auch da rauf!) 😉

… und weiter zur Appelwiese.
Wenn ich die beiden jetzt so sehe und bedenke, dass der Willi ja auch noch um einiges wächst, könnte ich mir vorstellen, dass es am Ende fast etwa so aussieht wie bei Emma und Paul. Zumindest eine Ecke höher als Paul wird er mit seinen langen Beinen auf jeden Fall werden …

Ja, und gleich werden wir erst mal schön spazieren gehen, auch wenn ich noch ziemlich müde bin … 😉

Ordentlich was los hier …

Während der letzten Woche war bei uns ordentlich was los im Garten. Herrchen und Frauchen hatten beschlossen, das Kaminhäuschen heller zu machen. Anders als in Zeiten, wo die Gärtner bei uns sind, weil die ja immer die Gartentore nach außen offen haben, durften wir nun aber wenigstens mit raus.
Zuerst haben sie die Wände vom Kaminhäuschen sauber gemacht und irgendein Zeugs dran geschmiert. Erst die eine Wand, …

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… die war dann irgendwann weiß, …

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… dann die andere.

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Die war auch irgendwann sauber gemacht, vorbereitet und gestrichen.
Natürlich mussten wir – die Ellimaus und ich – alles kontrollieren.

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Nu ja, da hatte die Elli etwas mehr Ehrgeiz als ich. Auch als der Michi angefangen hat, die alte Eichenbrett-Bank abzuhobeln.

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Deshalb war sie auch ganz schön geschafft und musste sich drinnen etwas hinlegen …

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Am nächsten Tag gings dann aber immer nochmal weiter, und ganz fertig sind unsere Leute damit noch nicht …

Ich armer Mann … *seufz*

Gestern wurde in unserem Garten wieder mal viel mit Wasser herumgespritzt. Das mögen die Elli und ich nicht sonderlich, halten uns dann immer fern …
Hier seht ihr mich, wie ich, als erst mal Schluss damit war, das Ganze begutachte.

Elli findet auch, dass jetzt alles ganz anders riecht. Außerdem ist das meiste von dem Gras, das sie immer so gern abgeknabbert und gefressen hat, jetzt weg. Sowas aber auch!

Wenn es schon kein Gras zu fressen gab, wollte die Elli wenigstens ihr Abendbrot im Haus haben. Und sie weiß ja, wie man das macht.

Erst mal bei Frauchen einschleimen …

Ich kann dabei immer nur zuschauen. *grummel*

Muss mir dabei ihren hämischen Blick gefallen lassen.

Doch dann baggert sie mich an, die kleine Zicke. Nicht nur ICH bin also Schuld, wenn unsere Leute ständig mit mir schimpfen, weil ich das zarte Wesen angeblich dauernd sexuell missbrauchen will. Nee, sie tut schon auch ihren Teil dazu!

Und dann dreht sie mir auch noch ihr Hinterteil zu! Sehr ihr?

Und da soll ich als Mann nicht schwach werden …

Morgens im Garten

Da gehen wir heute Morgen – wie jeden Morgen – an der Wohnzimmerseite gemütlich raus zum Pinkeln, …

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, … und was müssen wir da entdecken?
Sie haben vorm Gartentor alles weggeräumt und so ein komisches Zeugs mit ganz kleinen Löchern davor gemacht. Jetzt kann ich mich garnicht mehr durch die Ritzen quetschen. Mist …
Der Paulemann scheint das aber gut zu finden, so kann er alles da draußen wieder besser sehen. Ich aber auch!

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Doch mir ist es hier zu klein, ich will rüber in den großen Garten.

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Nun mach schon die Tür auf!

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Auf der anderen Seite gehts erst mal an den Teich, …

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, … und im Gänsemarsch daran entlang, schön weit weg vom Wasser, (wir wollen da ja schließlich nicht reinfallen), …

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… bis zu dem kleinen Häuschen, in dem früher mal Hühner (?) wohnten. (Sagt SIE.)
Natürlich gabs dort auch ordentlich was zu schnüffeln. Da scheinen sich, wenn wir grad mal draußen nicht aufpassen, offenbar so einige andere Tiere herumzutreiben. Wenn wir DIE erwischen!

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Hier mal etwas größer, damit ihr uns besser sehen könnt:

Doch dann weiter zu dem Gartenteil, den sie „Appelwiese“ nennen.

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Da liegt noch am meisten Schnee. Hach, ich liiieebe den! Da spring ich so gern drin herum und beiß rein. Aber unsere Leute passen auf, dass ich nicht zu viel davon fresse. Das ist nicht gut für mich, sagen sie …
Hinter dem Zaun (hier links) liegt etwas, das sie „Gemüsegarten“ nennen. Aber weil da dieser blöde Zaun ist, kann ich da nur hin, wenn sie mir die Tür dazu aufmachen. Jetzt ist die aber grad zu.

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Deshalb geh ich mal weiter vor bis zur Hecke, und was finde ich da? Etwas, das irgendwie lecker riecht. Das greif ich mir einfach mal …

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… und ab damit Richtung Haus.

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Dort würde ich es gern auseinander rupfen, doch – schwups – hat SIE es mir wieder geklaut.
Das sei auch nicht gut für mich, sagt sie, ein alter, verschimmelter Apfel …
Da war ich so stolz auf meinen Fund, und dann sowas! *grummel*

Huuu – was ist denn DAS??

Gestern Nacht, als ich nochmal raus zum Pipi-Machen musste, hab ichs schon gesehen und total gestaunt. Da fiel weißer Regen vom Himmel, und auch am Boden war alles weiß. Von meiner Pinkel-Wiese konnte man nix mehr sehen.

Heute Morgen war das immer noch da! Komisch, komisch. Zuerst hab ich ganz vorsichtig dran geschnuppert, und zum Glück war der Michi ja ganz nah bei mir…

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… doch dann bin ich mitten rein, und so richtig dadurch geflitzt! Und was soll ich sagen? Es hat Spaß gemacht!

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Nur kalte Füße hab ich bekommen …