Beide krank!

Im Moment sind wir beide krank – die Emma und ich. Von mir erzähl ich später, jetzt erst mal zu Emma:
Die hatte ja schon länger so komische Knubbel am Bauch. 2 kleine und einen großen. Als die beim letzten Besuch beim Tierarzt mit diesem komischen Glibber-Ding in Emmas Bauch geguckt haben, haben die Tierärztin und unser Frauchen gesehen, dass es langsam Zeit wurde, diese Knubbel „rauszuschneiden“ (?!), denn während die kleinen Knubbel noch einen richtigen Rand nach innen hatten, löste sich der vom dicken Knubbel langsam auf.

Am 14. November war es dann so weit. Zu mir kam eine liebe Babysitterin, eine Schriftsteller-Freundin, die Inge Nickel-Ritzkat, (weil ich – ich geb es zu – sonst alles Mögliche kaputt beiße, bin halt nicht gern allein – ohne meine Leute …)
Frauchen fuhr mit Emma weg und kam wenig später allein zurück nach Hause. Ich kann euch sagen: Das war für mich eine harte Zeit ohne meine Emma! Ich konnte ja nicht wissen, dass sie jemals wiederkommt! Totale Panik bei mir!

Jedenfalls klingelte am Nachmittag, kurz bevor es draußen schon wieder dunkel wurde und die Inge längst wieder weg war, bei uns das Telefon. Oh, wie ich dieses Geräusch hasse, aber dieses Mal schien es was Gutes zu sein, denn Frauchen packte mich, ging mit mir zum Auto und fuhr los. Ich krieg dann immer so einen komischen Gurt angeschnallt, und eigentlich mag ich auch das nicht, aber ein bisschen neugierig war ich nun doch.

Und tatsächlich, kurze Zeit später, als wir in dieses Tierarzthaus gegangen waren, sah ich meine Emma wieder. Grooooße Freunde! Aber sie wirkte irgendwie komisch und traurig und wollte auch nicht gleich mit mir spielen.
Frauchen besprach mit dem Tierarzt im grünen Kittel, dass einer von den Knubbeln „eingeschickt“ worden sei, weil er etwas anders war als die beiden anderen. Der dicke solls gewesen sein. Hm … – keine Ahnung, was das bedeutet, aber Frauchen sah nicht sehr glücklich aus …

Beim Tierarzt hat man der Emma dann so einen seltsamen Anzug angezogen. Das schien auch der Emma nicht zu gefallen – genauso wenig wie mir. Ich konnte auch zuhause garnicht mehr richtig an ihr schnüffeln und herumlecken. Deshalb hab ich es ihr auch schon in der 2. Nacht einfach mal ausgezogen. So fand ich sie wieder viel schöner, aber unsere Leute waren ziemlich erschrocken, als Emma am Morgen wieder „nackt“ war, und Frauchen hat ihr sofort so ein seltsames Hemdchen angezogen und vor den Hinterbeinen ganz fest zugeknotet. (Hat die Silke dem Frauchen empfohlen – na, wenn wir DIE zwischen die Zähne bekommen …!)
Sieht total blöd aus, finden Emma und ich, aber Frauchen besteht darauf, dass sie es anbehält, und mir ist es bisher auch noch nicht gelungen, ihr das Ding wieder auszuziehen.

Schaut mal, wie findet ihr das denn? Ist doch albern, oder?

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Wenigstens ihre Beine kann ich aber jetzt wieder ablecken, auch am Po schnüffeln geht wieder, doch an den Bauch komme ich einfach nicht mehr ran, und wenn ich es versuche, bekomme ich immer gleich Schimpfe …

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Emmas Augen kann ich auch schön sauber machen, aber das ging ja auch mit diesem blöden Anzug vom Tierarzt.
Frauchen sagt, dass bei Emma in 10 Tagen – genau genommen am 25. November – die „Fäden gezogen“ werden, dann braucht sie dieses alberne Kleidchen nicht mehr …

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Ja, und nun kommen wir mal zu mir:
Ich bin neulich so schwach gewesen, dass ich einfach umgekippt bin. SIE hat mich gleich gepackt und ins Auto gelegt. Wenig später sind wir dann auch mit dem Auto ins Tierarzthaus gefahren. Fieber haben sie gemessen, mir zweimal eine Nadel ins Bein gepiekt, mir einfach Blut abgenommen.
Wenig später sagte die Tierärztin, die Frau vom Tierarzt, zu der Meinigen, dass ich „Untertemperatur“ hätte, total ausgetrocknet wäre, und dass meine „Leberwerte“ (??) gaaanz schlecht wären. Ich müsse eine „schleichende Vergiftung“ haben.
Daraufhin petzte die Meinige, dass ich in letzter Zeit so einige vergammelte und verschimmelte Walnüsse gefressen haben müsse. Selbst aus der Hecke zum Nachbarn müsse ich mir die aus dem Zaun gepult haben, denn die Nüsse, die bei uns runtergefallen seien, hätte sie möglichst immer gleich aufgesammelt. Aber sie habe immer mal wieder aufgeknackte Nüsse gefunden, und auch ins Haus habe ich sie geschleppt.
Manno, musste sie das unbedingt erzählen? Haut mich vor der fremden Frau SO in die Pfanne!
Ja, dieses „Schimmelpilz-Gift“ könne schon die Ursache sein, meinte die Tierärztin, dann hat sie eine Flasche an einen langen Eisenstab gehängt und einen dünnen Schlauch mit der Nadel in meinem Bein verbunden. Eine Viertelstunde – oder länger – lief nun so ein wässriges Zeugs in mich hinein.

Tja, und nun darf ich 3 Monate lang nur ein „Leber-Diätfutter“ fressen, und jeden Abend bekomme ich eine Pille, damit meine Leber wieder gesund wird.
Das Gute daran: Die bestreicht sie dann auch passend immer mit Leberwurst. Hm, das ist lecker!
(Aber wenn ich ehrlich bin, schmeckt mir das neue Futter im Grunde auch.)

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Ja, und eigentlich fühle ich mich jetzt wieder ziemlich fit, aber das ist egal, finden die Tierärzte und meine Leute, diese komische Diät muss ich weiter machen, bis mein Blut in 4 Wochen wieder untersucht wird. Und wenn dann meine Leberwerte immer noch nicht besser sind, gehts weiter damit …

Auf jeden Fall haben meine Leute beschlossen, dass der Walnussbaum weg kommt – zumindest kommen erst mal alle Äste ab, so dass es nächstes Jahr keine Nüsse mehr geben wird, denn so ein Theater wollen sie nicht noch einmal haben.

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