Schock: Der Paul ist sterbenskrank!

Nach 2 schwierigen Nächten mit Stöhnen und seltsam schneller, röchelnder Atmung, und nachdem der Paul vor ca. 2-3 Wochen öfter mal erbrochen hat, gingen wir eigentlich davon aus, dass er irgendetwas mit dem Magen oder Darm hat. Es grummelte auch teilweise ordentlich im Darm. Auf jeden Fall Schmerzen im Bauch, und das schnelle Atmen hielten wir für Panik, weil es im Bauch halt so weh tat.
Nach der ersten dieser Nächte bin ich mit Paul natürlilch sofort beim Tierarzt gewesen. Da gab es auch eine Diagnose der Frau Doktor: Gastritis. Und die wollten wir homöopathisch behandeln.
Alles also noch im grünen Bereich und mit der Aussicht auf Heilung.

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Die zweite schlimme Nacht war da schon anders, zumal sich durch den Tierarzt-Besuch nichts verbessert hatte. Im Gegenteil! Diese Nacht – die vergangene also – war richtig schlimm! Ich hatte den Eindruck, dass Paul tierische Schmerzen und Panik hatte und hab ihm deshalb sogar etwas von Emmas übrigem Metacam gegeben. Selbst das schien aber gegen die „Schmerzen“ nicht zu helfen.
Jedenfalls konnte ich kaum erwarten, dass die Nacht endlich herum war, damit ich mit Paul noch einmal zum TA fahren konnte!
Heute Morgen war ich dann gleich um 8 Uhr dort, obwohl die Praxis eigentlich erst um 9.30 Uhr öffnet. Aber ich hatte vorher angerufen, und ich sollte gleich kommen.

Heute fielen dem (nun männlichen) Tierarzt dann gleich Pauls sehr schnelle Atmung und der niedrige Puls (um die 40, während ca. 100 normal wären!) auf. Ich erzählte auch dass er öfter mal ganz seltsam hustet, woran ich vorher garnicht gedacht hatte.
Der Arzt machte ein EKG, und dabei sah man seinem Gesicht schon an, dass dabei nichts Gutes herauskam. Ich musste danach einen Moment im Behandlungszimmer warten, und Paul wurde geröntgt, um näher zu schauen, was da los sein könnte. Danach erzählte man mir, dass er große Probleme mit dem Herzen habe. Dass es nicht rhythmisch liefe, auch etwas zu groß sei, und dass er eigentlich ein dringender Patient für einen Herzschrittmacher sei, zumal er SO kaum Luft bekäme. DARUM also drehte sich seine Panik, nicht um Schmerzen!
(Schock bei mir!!!! Natürlich!)
Entsprechende OPs gäbe es z.B. in München und Gießen. Alles viel zu weit weg für uns, also nicht machbar … 🙁
Ansonsten würde Paul vermutlich nicht mehr lange leben. SO, wie er jetzt drauf war, könne er jedenfalls nicht wieder nach Hause.

Mir wurde als Möglichkeit für den Augenblick vorgeschlagen, ihm eine Infusion zu legen und zu schauen, welches Medikament bei ihm wirkt und so anschlägt, dass die langen Aussetzer zwischen seinen Herzschlägen wieder normal würden. Das war mir natürlich erst mal recht.

Ich konnte zunächst wieder nach Hause fahren. Man würde mich anrufen, wenn ich zurückkommen könne und man näheres herausgefunden habe.
OK, dann also abwarten …

Bis bei uns tatsächlich das Telefon klingelte, dauerte es aber ziemlich lange, und unsere Stimmung wurde immer mieser. Wenn es so lange dauert, dachten wir, haben sie sicher kein Medikament gefunden, das beim Paul anschlagen und helfen könnte. Also sind sie immer noch auf der Suche …
Und richtig!

Medikamentös könne man Pauls Herzproblem NICHT beheben, erklärte man mir kurz nach Mittag. Wirklich helfen könnte nur der Schrittmacher und die OP.
Beim Röntgen habe man aber festgestellt, dass er viel Wasser in der Lunge habe. Das hätte man erst mal durch ein Entwässerungsmittel weitestgehend entfernen können. Es ginge ihm aktuell also etwas besser, da er wieder besser Luft bekäme. Weitere Entwässerungspillen (Dimazon) hat man mir mitgegeben, und auch ihn selbst konnte ich erst mal wieder mit nach Hause nehmen. Wenigstens das – auch wenn man nicht weiß, wie lange es mit ihm noch einigermaßen gut geht.

Von allen Seiten rät man mir, unbedingt einen zweiten tierärztlichen Kardiologen nochmal aufzusuchen. Ich werde mich hier in unserer Region mal nach einem mit gutem Ruf umschauen. Eine 2. Meinung ist ja immer besser. Erst muss ich morgen Nachmittag mit Paul aber nochmal zur Kontrolle hin …

Alle, die ein Tier haben, werden jedoch wissen, wie wir uns momentan fühlen. Im Dezember unsere Emma, und nun DAS … 🙁