Geimpft und gechippt

Gestern hatte ich mal wieder einen Termin. SIE fuhr mit mir im Auto zu einem Haus, in dem es ähnlich roch, wie ich es schon mal während der Zeit in meiner ersten Heimat gerochen habe.

Erst waren alle sehr nett zu mir, haben sich gefreut mich zu sehen. Dann kam ich auf die Waage. Aha: 1900g, also 600g zugenommen, seit ich das letzte Mal, als wir wegen Pauls tränenden Augen alle hier waren, auf die Waage musste. (Unsere Leuten dachten, ich hätte sein Auge mit meinen spitzen Krallen verletzt, aber es war eine Entzündung – ICH WAR DAS NICHT! War da inzwischen auch an beiden Augen so.)
Dann gabs einen Pieks – wie damals in diesem anderen Haus. Das ging ja noch, ich habs kaum gemerkt. Doch danach piektste es noch einmal, und – Leute – das war heftig und tat mir so weh, dass ich ein bisschen quieken musste!
SIE sagt, das sei ein Chip gewesen, für den man eine dickere Nadel braucht, und eine dickere Nadel tut eben mehr weh als eine dünne. Den Chip bräuchte man, damit SIE mich bei TASSO anmelden könne. Dann könnte ich nie verloren gehen …
Keine Ahnung, was ein Chip ist, und wieso ich dann nicht verloren gehen kann, wenn so ein Ding in mir sitzt, aber das möchte ich mir nicht noch einmal gefallen lassen müssen! Bah! Sowas hab ich ja noch nie erlebt! Alle Leute sind sonst immer ganz, ganz lieb zu mir und pieksen mich nicht, tun mir auch sonst nicht weh!
Also – ob ich denen in diesem komisch riechenden Haus das nochmal verzeihen kann, weiß ich noch nicht … *grummel*
(Aber SIE sagt, das würde ich ganz schnell wieder vergessen, und noch einmal würde mir das auch ganz sicher nicht passieren …)

Wieder zuhause war ich erst mal geschafft. Könnt ihr euch sicher vorstellen.
Der Paulemann hat sich riesig gefreut, dass ich wieder da war. Konnte garnicht von mir ablassen und hat sich direkt neben mein Körbchen gelegt. Da musste ich mich erst mal ausruhen …

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Ja, schau nur, dachte ich, als ich SIE ansah, was du mir angetan hast, indem du mit mir da hingefahren bist!

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Nun ja, ein Weilchen hab ich geschmollt und mich da ausgeruht.
Wer mich kennt, weiß aber, dass ich nicht lange still liegen kann.

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Der Paul hat die ganze Zeit super auf mich aufgepasst! *wedel_wedel*
Ha – einen tollen Kerl hab ich da …

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Doch als ich ein bisschen geruht hatte, habe ich mich entschlossen, IHR zu verzeihen und bin zu ihr aufs Sofa.

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Nach ein bissel Bauch-Kraulen gings mir auch gleich wieder besser …