Tierarzt: Wir haben noch einen Aufschub!

So, WIR sind eben vom Tierarzt wieder zurück.
Ja, ich hab Emma wieder mit nach Hause genommen, denn heute geht es uns BEIDEN wieder bedeutend besser. Bei Emma kann es daran liegen, dass ich ihre METACAM-Dosis erhöht hatte, bei mir lag es mit Sicherheit daran, dass es Emma wieder besser ging!

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Ich war etwa eine halbe Stunde früher in der Praxis, weil ich hier zu Hause einen ziemlichen Schiss hatte, sie evtl. allein nicht ins Auto zu bekommen. Die Dame ist ja ziemlich schwer, fast 40 Kilo! Aber – oh Wunder! – sie ging ohne Murren und Sperren ganz allein auf den Rücksitz!

Weil wir so früh dort waren, bin ich mit ihr noch eine kleine Runde gelaufen. Neues Wunder: Emma lief voller Power, fast normal und zog ordentlich an der Leine! Die höhere METACAM-Dosis bewirkte anscheinend so einiges!

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Aber nun zu dem, was der Tierarzt gesagt und gemacht hat – erst mal zur dicken Beule an der linken Schulter:

Also das wäre eine Wahnsinns-OP mit äußerst schwieriger Wundheilung, da ja ein großer Teil der Haut weg und weit gezogen werden müsste. 8 Wochen nach der OP müsste er noch einmal operieren, um die Haut nachzurichten. Es würde insgesamt eine recht langwierige Angelegenheit.
Von daher schlossen wir beide diese Möglichkeit schon mal vehement aus.

Die Schmerzlaute, die sie manchmal beim Aufstehen ausstieß, könnten eigentlich nicht von der Riesenbeule stammen, meinte er, denn die sei klar abgegrenzt und hätte mit dem Gelenk nichts zu tun. Sie behinderte halt nur und mache deshalb eine etwas seltsame Beinstellung beim Laufen. Ansonsten sei an den Gelenken vorn alles in Ordnung.

Dann sah er sich Emmas Hinterbeine genauer an, denn seiner Meinung nach lief sie HINTEN schlecht. Beim rechten Hinterbein fand er dann am Gelenk etwas, das Schmerzen verursachte. Er gab mir dafür mal etwas mit Grünlippmuschelextrakt für den Knorpel mit. Darüber hatte ich früher schon viel Gutes gelesen, z.B. bei Erfahrungsberichten in Hundeforen. Damals habe ich mich wegen der anstehenden DBOs an beiden Seiten (Dreifache Beckenosteotomie – da wurden die Hüftknochen an jeder Seite 3x durchtrennt und richtig wieder miteinander verschraubt) viel in Hundeforen herumgetrieben und versucht, mich schlau zu machen.
Diese OPs scheinen aber nicht die Ursache für den Schmerz im rechten Hinterbein zu sein, denn der saß eine Gelenk-Etage tiefer.

Schließlich nahm er ihr Blut ab, da wir u.a. sehen wollen, ob METACAM, das sie mittlerweile jahrelang bekommt, etwas an der Leber gemacht hat.
Jetzt sind wir erst mal so verblieben, dass wir abwarten, bis es Emma trotz der Medikamente schlecht geht. Dann kommt er zu uns ins Haus, schläfert sie hier in ihrer gewohnten Umgebung ein und nimmt sie zur Einäscherung mit.
Den Paulemann müssen wir dann wohl so lange wegsperren, damit er das nicht mitkriegt. Aber irgendwann wird es wohl nötig sein … 🙁

Ich frage mich, weshalb es ihr am Samstag nach dem kleinen Spaziergang so schlecht ging. Vermutlich lag es daran, dass sie am Abend vorher etwas weniger METACAM bekommen hat, weil die Pulle leer war und ich die neue erst am nächsten Tag öffnen wollte. Da kann man mal sehen, was ein paar Teilstriche bei der Spritze weniger ausmachen – hätte ich nicht gedacht! Aber so bin ich natürlich erst mal froh und werde ihr von dem Zeug lieber mehr als irgendwann mal wieder weniger geben!