Stand der Dinge

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Ja, dieses Foto ist mittlerweile ca. ein Jahr alt. Da hatte Emma noch ihren dicken Knubbel am Bauch, und wir gingen davon aus, dass der aus reinem Fett bestünde.
Mittlerweile wissen wir ja leider mehr. Die inzwischen 3 Knoten am Bauch wurden vor einigen Wochen operativ entfernt, und bei der Gelegenheit hat man festgestellt, dass sich das Ding bösartig entwickelt hatte. Ganz weg bekommen hat man die malignen Zellen nicht, so dass weiterhin der Krebs in ihrem Körper sitzt und sich wohl entsprechend ausbreiten wird.

Ich habe ja schon darüber berichtet, dass wir sie nun nicht ständig neu operieren lassen wollen und werden. Als Alternative hatte ich vor, mit ihr eine „metronomische Chemotherapie“ zu machen, die das Wachstum der Tumore bremsen sollte, jedoch nichts heilen kann – also lebenslang weiter verabreicht werden müsste.
Etwa eine Woche lang hat sie also ihre Chemo-Pillen (Endoxan) bekommen, dazu ein weiteres Medikament (Metacam). Dann habe ich erst einmal umfangreich dazu recherchiert und dabei über beide Substanzen höchst Unangenehmes erfahren.
Endoxan ist offenbar so giftig, dass ich es z.B. nur mit Handschuhen anfassen darf, und das, obwohl ich garnicht die tatsächliche Substanz anfassen würde, sondern nur die Kapsel, die es enthält. Selbst Emmas Hinterlassenschaften wären so giftig, dass sie – nach und nach – auch den Garten z.B. vergiften würden. Falls sie eine Kapsel zerbeißen würde und ihr Speichel dann auf den Boden fiele, müsste ich alles desinfizieren. Metacam kann erhebliche Nebenwirkungen verursachen und einige innere Organe schädigen.  Ja, und dann hab ich daran gedacht, dass Emma und Paul aus dem gleichen Wassernapf trinken und er mit seiner Nase ständig an ihrem Hinterteil hängt …

Nein – habe ich gedacht, DAS machen wir nicht weiter! Auf keinen Fall!!
Also habe ich nach ca. einer Woche wieder damit aufgehört, denn auch noch unseren Paulemann zu gefährden, war mir dann doch zu riskant. Er fing auch schon an, ständig zu niesen und zu röcheln … 🙁

Nun lassen wir doch der Natur ihren Lauf, und dabei haben wir ein bedeutend besseres Gefühl. Auch Paul hat mit dem Niesen und Röcheln wieder aufgehört.
In einem der Hundeforen wurde mir dieser Link gegeben. Werde einmal schauen, welche von diesen alternativen Mitteln ich ihr geben kann …

Zu Paul:
Seine Leberwerte haben sich – lt. der letzten Blutuntersuchung – schon etwa um die Hälfte verbessert, nachdem wir 4 Wochen lang dieses Leberdiät-Futter vom Tierarzt (Royal Canin VET DIET Hepatic HF 16) gefüttert und ihm die Pillen (Legavit-Komplex) verabreicht haben. Seit mehreren Wochen (ich weiß gerade garnicht mehr, seit wie vielen) bekommt er das Gleiche weiter. Auf die nächste Blutuntersuchung bei ihm sind wir gespannt, sehen ihr aber hoffnungsvoll entgegen …