Erwachsen werden

Frauchen sagt, wenn ein Hund neu zu einer Familie kommt und schon etwas älter ist – also kein Baby mehr, läuft das fast genauso ab wie bei einem Menschen-Pflegekind. Zuerst benimmt auch ein solcher Hund sich wieder wie ein kleines Baby: muss ständig ganz nah bei seinen neuen Menschen-„Eltern“ sein – auch nachts, haut auf die Kacke und will schauen, wo seine Grenzen sind.
Ich z.B. musste während der ersten 4 Monate hier nachts immer direkt an „Mamas“ Füßen schlafen. Weiter weg ging nicht, da hab ich mich nicht wohlgefühlt, einfach ganz schlimm allein, obwohl ich gesehen habe, dass die Emma das mit dem eigenen Platz locker hinbekommt. Dazu hab ich hier allen möglichen Blödsinn angestellt: Süßigkeiten geklaut, alles zerkaut, was mir zwischen die Zähne kam, Socken geklaut, ein paar Sachen kaputt gemacht – und so weiter.
Doch – siehe da, jetzt kann ich schon seit vier Tagen ganz alleine, auf meinem eigenen Sofa-Platz schlafen (ja, ja, das geht tatsächlich und tut auch garnicht weh!).

Frauchen sagt, jetzt sei ich schon „ein richtig großer Junge“ geworden, und so viel Blödsinn mach ich im Haus auch nicht mehr, nur noch, wenn ich allein im Garten bin, ja, ja, ich buddele halt gern …
Doch der Garten ist ihr, sagt sie, in diesem Jahr eh nicht sooo wichtig. Sie schimpft dann zwar immer mit mir, ist aber ganz schnell wieder gut.

Und der „Papa“ ist auch ganz stolz auf meine Fortschritte.

Papas-Liebling1

Ha, ich fühle mich ganz toll, und hier ist es einfach nur schööööön! *wedel_wedel*