Dalai Lama

Gestern Nacht waren Frauchen und ich lange wach. Im Fernsehen lief ganz spät ein Film über den Dalai Lama. „Kundun“ hieß der.
Darin wurde alles erzählt – von der Zeit, als der Dalai Lama noch ganz klein war, bis zu dem Augenblick, als die Chinesen vor einem halben Jahrhundert Tibet einfach überfallen haben und der Dalai Lama ins Ausland fliehen musste, damit sie ihn nicht töten konnten.
Ich verstehe nicht, wie man ein Land einfach überfallen und dann sagen kann, das ist meins. Ich hoffe, dass niemand sowas mit unserem Land macht und dann ganz neue Regeln hier einführt, mit denen wir nur sehr schlecht leben können.
Die Leute in Tibet können auch nur ganz schlecht damit leben, obwohl sie lange still waren und alles ertragen haben. Aber jetzt haben sie gesagt: Nee, da machen wir nicht mehr mit, wir wollen wieder frei sein und selbst bestimmen, was in unserem Land passiert.
Das passt natürlich den chinesischen Holzköppen nicht – ganz und gar nicht, und deshalb versuchen sie, die Tibet-Leute, die demonstriert haben und ihre Freiheit wiederhaben wollen, ganz brutal zu bekämpfen, zu verhaften und zu töten, und alle, die davon der Welt erzählen könnten, aus dem Land zu schicken, damit sie ungestört damit weiter machen und Lügen erzählen können.
Zum Beispiel, dass es jetzt gar nicht so viele tote Tibeter gibt, dass fast nur Chinesen in Tibet getötet oder verletzt wurden, dass die Tibeter brutale Aufrührer seien, und dass der Dalai Lama ein ganz böser Mann sei, der seine Tibeter dazu anstachelt, mit Gewalt für ihre Freiheit zu kämpfen.
Wie können sie so etwas sagen, wo der doch gegen jede Gewalt ist, so ein sanfter und lieber Mensch, der nur den Frieden will …

Die Futterfee und der Papa sind sehr böse auf die Chinesen, und sie fragen sich, ob die „Olympischen Spiele“ (?), die – wie Frauchen sagt – eigentlich die Völker auf dieser Welt friedlich miteinander vereinen sollen, in einem Land wie China am richtigen Platz ausgetragen werden, weil man dort doch schon ganz lange die „Menschenrechte“ ganz fies missachtet und zur Not auch die Menschen im eigenen Land blutig niederknüppelt, so bald sie eine andere Meinung als die der Regierung haben.
Deshalb haben sie jetzt einen Brief an den Führer der Regierung unterschrieben, und sie hoffen, dass der auch ankommt und diesen Mann dazu bringt, endlich einmal über all das nachzudenken, was er macht.

Hoffentlich denken die Chinesen endlich auch mal darüber nach, wie sie mit uns Hunden umgehen. Die ESSEN meine Kumpel dort!!! Eine grauenhafte Vorstellung! Und nicht nur das – sie behandeln uns vorher auch ganz fürchterlich! Ach, darüber darf ich gar nicht nachdenken …!
Nee, in China möchte ich nicht leben …

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